Tagebaue sind Terra incognita.
Für Nicht-Bergleute sind diese Areale üblicherweise unzugänglich. So wird also die Erde pausenlos von Flugzeugen und Satelliten umrundet, doch die Menschen in den Braunkohlerevieren haben im Grunde keine Vorstellung davon, was für bizarre Landschaften sich in ihrer Nachbarschaft auf dem Grund der Tagebaue finden lassen. Denn diese Landschaften lassen sich vom Grubenrand aus nicht erkennen – man muss sie zu Fuß erkunden. Spaziergangsforschung – at it’s best.
Bei Ferropolis / im Tagebau Golpa-Nord war dies von 1995 – 99 möglich, anschließend führte die Internationale Bauausstellung IBA Fürst-Pückler-Land von 2000 bis 2010 die Grubenspaziergänge weiter. Gesamt haben bereits über 30.000 Menschen diese „weißen Löcher“ der Landkarten spazierend für sich erforscht.
In der noch verbleibenden Zwischenzeit bis zur Flutung der nun letzten Tagebaue sind solche Tagebauspaziergänge und Kunstaktionen in den offenen Gruben im Prinzip möglich.
Wann geht es wieder los? Sobald es RWE, MIBRAG und LEAG ermöglichen.